Zusammen ist man weniger allein: Coworking Spaces als Kontaktbörsen für Freelancer
Coworking Spaces, die inzwischen in vielen deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München angeboten werden, bieten den Freelancern weitaus mehr als nur einen Platz zum Arbeiten. Sie können vor Ort Kontakte knüpfen und sich mit Freelancern aus der eigenen Branche oder aus anderen Branchen austauschen und voneinander lernen. So kann eine Gemeinschaft entstehen, die sich gegenseitig unterstützt und sich durch gemeinsame Aktivitäten, wie beispielsweise Events oder auch Workshops, stärkt.
Doch wie bricht man das Eis in einem Raum voller Coworker? Einige Büros bieten Events an, z.b. regelmäßige Vorstellungsrunden, Visitenkartenparties, Filmeabende, Co-Cooking in der Küche, bei denen man sich kennenlernen kann. Diese Maßnahmen helfen natürlich. Meist ist aber auch in einer kleinen Kaffeepause in der Küche ein wenig Smalltalk möglich. Hilfreich ist dabei ein Lächeln auf den Lippen und das Interesse an den Fähigkeiten und Projekten des Gesprächpartners.
Für manch einen Freelancer kann dieses Kontakteknüpfen aber auch zuviel sein. Wenn die sozialen Kontakte auf der Arbeit zuviel Zeit in Anspruch nehmen, fehlt einem möglichweise die Zeit für die wirklich wichtigen Dinge – die Projekte. Jeder Coworker muss daher für sich entscheiden, welche Prioritäten er bei der Nutzung eines Coworking Space hat. Wenn man weiß, dass man konzentrierter arbeiten kann, wenn weniger Menschen im Raum sind, kann man auch nach diesem Kriterium einen Coworking Space suchen. Die Gemeinschaftsbüros variieren in der Anzahl der Arbeitsplätze von 10 bis 300, so dass für jeden etwas dabei sein sollte.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass man durch die Zusammenarbeit mit mehreren Freelancern aus unterschiedlichen Bereichen, wie beispielsweise Programmierung, Webdesign, Grafikdesign oder auch Übersetzung große gemeinsame Projekte realisieren kann, für die man als Einzelner möglicherweise nicht die benötigten Skills oder auch die Zeit gehabt hätte.
Jedoch sollte man seine Coworker für größere Projekte wohlbedacht auswählen. Geht es nur um die einmalige Erstellung einer Infografik oder um ein Projekt, dass für mehrere Monate angelegt ist? Bei Letzterem muss man seinem Geschäftspartner viel Vertrauen entgegenbringen und klar definierte Verträge aufsetzen.
Letztendlich muss jeder Freelancer selbst entscheiden, welche Arbeitsumgebung für ihn die richtige ist, ob zuhause, im Café oder auch in einem Gemeinschaftbüro. Beim Thema Networkingchancen kann aber kaum eine andere Arbeitslocation den Coworking Space übertreffen.
Dies ist ein Gastbeitrag von Marianne von twago.
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Schlagwörter: Existenzgründer, Freelancer, selbständig
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…in Zwickau gibt es nun endlich auch ein Coworking Büro und das ist schon besser, unter Menschen zu arbeiten, als immer allein. Finde ich zumindest
Hallo Agnes,
danke für den Tipp.
Grüße
Marcel
Ein sehr gut zu lesener Gastbeitrag.Ich finde diese Möglichkeit der Zusammenarbeit gerade für Einzelkämpfer hochinteressant. Laut Statistiken aus Amerika soll bei fast der Hälfte der Coworker die Einnahmen gestiegen sein. Und selbst wenn das Einkommen nicht steigt – ich denke der Faktor soziales Umfeld bei der Arbeit sollte nicht unterschätzt werden. Viele Grüße Arcon
Hallo Arcon,
Absolut meine Meinung, auch das soziale Umfeld ist wichtig. Und wenn dadurch sogar noch das Einkommen steigt, sollte man sich auf jeden Fall mit dem Thema Coworking Spaces auseinandersetzen.
Grüße
Marcel
So sehe ich das auch. Das soziale Umfeld darf nicht außer acht gelassen werden. Wenn alles gut läuft, sprich die Umsetze steigen, sollte man sich mit Coworking Spaces beschäftigen.
Hallo Stefan,
danke für deinen Kommentar.
Grüße
Marcel