Nebenberuflich Selbständig machen – Teil 9 – Warum es nicht funktionieren wird!
Da hat man sich monatelang mit der Planung der Selbständigkeit auseinandergesetzt und dann das. Probleme und Rückschläge lauern tagtäglich im Leben eines Selbständigen. Doch viele der Probleme lassen sich schon im Vorfeld vermeiden. Auch kann man aus den Fehlern anderer Existenzgründer lernen. Denn viele Fehler werden leider immer wieder gemacht.
Ich mache alles!
Viele Existenzgründer versuchen gerade am Anfang, alles zu machen. So zusagen die Einer-legende-Wollmilchsau zu sein. Verständlich denn gerade wenn anfangs Aufträge rar sind wird versucht, jeden noch so ungewöhnlichen Auftrag zu bekommen. Die Folge gerade in der nebenberuflichen Selbständigkeit kann Überforderung sein. Wer nur einen begrenzten Zeitraum pro Tag für die nebenberufliche Selbständigkeit hat, muss sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.
Kein klares Konzept
Daraus leitet sich schon der nächste Punkt ab. Denn wer nicht schon vom Anfang an sein Konzept hält, läuft Gefahr sich in den Möglichkeiten zu verlieren. Ohne Konzept bzw. klare Richtung wird man auch von Kunden und Geschäftspartnern eher als einer von Vielen angesehen. Besser ist es sich auf wenige Dinge zu spezialisieren und diese dann richtig zu machen, als Tausende Dinge gleichzeitig und diese dann nur halbherzig. Denn sind wir mal ehrlich: Wer ein Anliegen hat, fühlt sich deutlich besser bei einem Experten aufgehoben.
Keine finanziellen Rücklagen
Wer sich nebenberuflich selbständig macht, braucht für den Start meist wenig Grundkapital. Denn ein PC und Schreibtisch ist meist eh vorhanden. Doch, was ist, wenn etwas davon zu Bruch geht? Für diesen Fall muss schnellstens Ersatz herangeschafft werden können. Wer hier nicht etwas auf der hohen Kante hat, riskiert schnell sein Geschäft.
Keine Zeit, Keine Kundenakquise
Existenzgründern fehlt es oft an Zeit. Ständig ist etwas anderes wichtig, nur eins wird dabei schnell vergessen. Bevor man etwas verkaufen kann, müssen Kunden akquiriert werden. Gerade wenn es gut läuft, wird dies Thema gerne vernachlässigt. Wenn die Auftragslage wieder abebbt, wird sich dann krampfhaft um neue Kunden bemüht. Leider versuchen in diesem Moment andere Selbständige wahrscheinlich gerade das Gleiche. Und so schnappt die Falle zu, keine Aufträge, kein Geld – der Preis sinkt, um den Auftrag doch noch zu bekommen. Angebot und Nachfrage eben.
Fehlende Qualifikation
Nebenberuflich Selbständig zu sein heißt, Generalist zu sein. Das scheint im Widerspruch zum zuvor gesagten zu stehen. Tut es aber nicht. Denn während man sich in seinem Fachgebiet spezialisieren sollte, gibt es andere Dinge, die auch erledigt werden müssen. Um auf den Punkt zu kommen: Schon mal was von Buchführung gehört? Oder Steuererklärung, Finanzierungsplänen, … Das lässt sich jetzt so weiter führen. Fakt ist viele Selbständige bringen laut IHK nicht die nötigen Qualifikationen mit, um langfristig erfolgreich zu sein.
Im Umkehrschluss heißt, dass nichts anderes als das man sich weiterbilden muss oder externe Hilfe in Anspruch nehmen muss.
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